Weiteres Vorgehen
Mit dem Masterplan wurde eine Reihe von Maßnahmen und Anforderungen an die räumliche Gestaltung einzelner RegioPOLE benannt. Für die weitere Qualifizierung einzelner Projekte sind in erster Linie die kommunalen Vertreter der Anrainerstädte verantwortlich. Jedoch erfordern Größe und Tragweite der räumlichen Perspektive die weitere Entwicklung von Schlüsselprojekten, denen eine hohe Relevanz zur Förderung der Außendarstellung der Region zugeschrieben wird, auf regionaler Ebene abzustimmen. Hierzu gilt es, die Formen der interkommunalen und Institutionen übergreifenden Zusammenarbeit, die im Rahmen der Erarbeitung des Regionalen Masterplans aufgebaut worden sind, zu verfestigen.
Die Entwicklung des Regionalen Masterplans ist damit eine große Gemeinschaftsleistung der Anrainerstädte, deren Prozess als Modell dezentraler und dennoch gemeinschaftlicher Verantwortung zu verstehen ist. Die Strukturen gründen auf verabredeten Zielen, auf Arbeitsteilung und einem gemeinschaftlich strukturierten Entwicklungsprozess. Alle Bestrebungen können jedoch nur erfolgreich sein, wenn weitere Partner in den Prozess einbezogen werden: aus den Kommunen, der Wirtschaft, aus Vereinen, Verbänden und Initiativen sowie Eigentümer und die Bürgerschaft. Nur wenn es gelingt, deren Handeln aufeinander abzustimmen, vermag ein nachhaltiger Impuls zur Profilierung des Raumbandes ausgelöst werden. Die einzubeziehenden Partner sind zugleich Mitwirkende vor Ort und Beteiligte eines übergreifenden Entwicklungs- und Diskussionsprozesses. Notwendig ist eine ausgeprägte Kooperationsfähigkeit aller beteiligten Akteure.
Die Entwicklung des Masterplans ist als offener Prozess zu verstehen, in dem Spielraum besteht, eigenständige Entwicklungen und Projekte zu integrieren. Dies stellt hohe Anforderungen an die Initiierung und Gestaltung eines regionalen Qualitäts- und Prozessmanagements. Es hat zu gewährleisten, die vielfältigen Akteure der Region mit ihren unterschiedlichen Erwartungen, Zielen, ihren Motivationen und ihrer Kreativität in die regionale Debatte einzubinden.
Mit der Implementierung des Masterplans in das Aufgabenspektrum des interkommunalen Netzwerkprojektes „Städteregion Ruhr 2030“ erfolgt ein erster Schritt zur Institutionalisierung des weiteren Prozesses. Die aufgebauten Organisationsstrukturen sind jedoch nicht als geschlossene Zirkel zu verstehen. Je nach Erfordernis wird der Arbeitskreis durch weitere Vertreter, beispielsweise assoziierte Anrainerkommunen, erweitert.
Darüber hinaus sind zusätzliche Partner zur fachlichen Unterstützung in den Prozess einzubeziehen. Wichtige assoziierte Partner sind beispielsweise Straßen.NRW als Straßenbaulastträger, die regionale Wirtschaftsförderung (wmr), der Regionalverband Ruhr (RVR) sowie das Europäische Haus der Stadtkultur. Bei Bedarf kann der Kreis um weitere Akteure erweitert werden.
