RegioPOL Bochum: Wattenscheid
- Bahnhof Wattenscheid + Gewerbegebiet • Areal Westenfeld
- RegioZONE mit regionaler Strahlkraft
Lage + Profil
Der dargestellte Abschnitt Wattenscheid liegt innerhalb der RegioZONE zwischen den urbanen Sequenzen der Städte Essen und Bochum. Der Streckenbereich befindet sich vor dem in Bau befindlichen Westkreuz als westlicher Zufahrtsbereich zum Bochumer Stadtring. Parallel zum Ruhrschnellweg verläuft südlich in geringem Abstand eine der zentralen Ost-West-Schienentrassen für den überregionalen Bahnverkehr. Als Haltepunkt für Regionalbahnlinien dient der Bahnhof „Wattenscheid‘, der in unmittelbarer Nähe zur Verkehrsader an der Anschlussstelle „Wattenscheid‘ liegt. Darüber hinaus wird der Stadtteil über die Anschlussstelle „Wattenscheid West“ erschlossen. Da die Fahrbahn mehrere Krümmungen aufweist, werden vielfach Blickbezüge in den angrenzenden Stadtraum aufgebaut. Begünstig wird dies ebenfalls durch die erhöhte Dammlage des Ruhrschnellweges.
Der südliche Bereich entlang des Ruhrschnellweges wird überwiegend durch einen Agglomerationsraum gewerblicher Einrichtungen sowie großflächigen Einzelhandel geprägt. Vereinzelt befinden sich zwischen diesen Großstrukturen kleinteilige Wohnlagen. Gegenüber den südlichen Flächen weist die nördliche Siedlungsstruktur eine höhere Vielfalt an Nutzungen auf. Hier finden sich neben den Gewerbeflächen westlich der Anschlussstelle „Wattenscheid West‘ einzelne Wohnareale, zwei Sportanlagen, der Wattenscheider Friedhof, ein Stadtteilpark sowie die Louis-Baare-Schule. Weiter östlich befindet sich der Westenfelder Friedhof mit der benachbarten Kleingartenanlage an der Tank- und Raststelle.
Anforderungen an die zukünftige Entwicklung
Im Rahmen der künftigen Entwicklung bietet sich in diesem Streckenabschnitt das Potenzial, durch die Transformation von Flächen bestehende Nutzungskonflikte in Teilbereichen aufzuheben sowie die Adresswirkung einzelner Standorte zu verbessern.
- Neben der Nähe zum Ruhrschnellweg wird die gute Erreichbarkeit des Standortes Wattenscheid ebenfalls durch die Anbindung an das regionale Bahnnetz gefördert. In diesem Zuge bietet sich mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes die Chance einer verbesserten Integration des verkehrlichen Knotenpunktes in die Stadtstruktur. Darüber hinaus bietet die Erhöhung der stadträumlichen Aufenthaltsqualität das Potenzial, den Umstieg zwischen dem MIV und dem ÖPNV attraktiver zu gestalten. In diesem Zuge gilt es, das Angebot zur Versorgung Reisender zu verbessern. Der Ausbau des Parkplatzes als Park+Ride-Station ist ein weiteres Ziel.
- Um die Wahrnehmbarkeit des Wattenscheider Bahnhofs zu optimieren, ist es Ziel, neben der transparenten Ausbildung die Randbereiche freizuhalten. Dazu ist im Zuge regelmäßiger Instandhaltungsmaßnahmen das Straßenbegleitgrün auszulichten, so dass der Blick von der Dammlage direkt auf das Bahnhofsareal ermöglicht wird.
- Aufgrund der eingeschränkten Qualitäten des städtischen Umfeldes – der Gemengesituation unterschiedlichster gewerblicher Nutzungen, des hohen Verkehrsaufkommens, wie auch der topografisch beengten Situation – ist den kleinteiligen Wohnlagen innerhalb der südlichen Bereiche nur eine geringe Zukunftsfähigkeit zuzusprechen. Das zu erwartende Überangebot an Wohnraum aufgrund des demografischen Wandels wird zusätzlich zur Verschlechterung der Marktsituation dieser Lagen beitragen. Ziel ist es daher, das Gebiet im Rahmen eines sukzessiven Transformationsprozesses für den gewerblichen Sektor zu qualifizieren.
- Im Rahmen der Umstrukturierung bietet sich an der Anschlussstelle Wattenscheid die Chance, mit den nördlichen Flächen eine neue Adresse für den Dienstleistungssektor in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof zu entwickeln. Des Weiteren bieten die Flächen südlich des Bahnhofs das Potenzial, einen neuen Standort für den gewerblichen Sektor zu errichten.
- Um die Identität stiftende Wirkung des Thyssen-Krupp-Gebäudes zu erhalten, gilt es, die Blickbezüge im Rahmen der Modernisierung des Ruhrschnellweges aufrecht zu halten. Eine Inszenierung der Gebäudefront durch Illumination bietet darüber hinaus die Chance, die Wahrnehmbarkeit bei Nacht zu erhöhen.
Legende
Nutzungen
Bereich der Innenstadt
Siedlungsflächen
Gewerbeflächen
Landschaftsflächen
Grünanlagen
Gewässerflächen
regional bedeutende Gewässerflächen
regionaler Grünzug
quartiersinterne Grünwegeverbindung
Mobilität
Bundesautobahnnetz
Trassenführung in Troglage
Trassenführung in Tunnellage
Erschließungssystem / Hauptstraßennetz
Bahnnetz (parallel zur A40|B1)
Streckennetz des ÖPNV im Mittelstreifen der A40|B1
Regionalbahnhof
Fußgängerüberführung
ÖPNV-Haltestelle im Mittelstreifen der A40|B1
Brückenbauwerk an der A40|B1
Randgestaltung
Grüner Saum • Fläche zur Gestaltung der Randbereiche
Streckenabschnitt zur Qualifizierung der Allee
Streckenabschnitt mit dichter Vegetaton
Streckenabschnitt zum Schutz vor Schallemissionen vor lärmsensiblem Bereich
Streckenabschnitt, der Blickbeziehungen in den Landschaftsraum ermöglicht, die Autobahn jedoch abschirmt
Streckenabschnitt mit Wallanlage als Schutz vor Lärmemissionen
Streckenabschnitt mit transparentem Lärmschutz
dominant wahrzunehmendes Gebäude
Standorte der Hochspannungsmasten von Fernleitungstrassen
Entwicklungsflächen
prioritäres Entwicklungsfenster
sekundäres Entwicklungsfenster
Eintrittskorridor am Schnittpunkt der A40|B1 mit bedeutenden Cityradialen
Entwicklungsareal zur Sicherung und Ausbau des Gewerbesektors
Entwicklungsfläche mit besonderen Anforderungen an die Gestaltung der Raumkanten
Entwicklungsbereich zur langfristigen bzw. sukzessiven Umnutzung
Bereich zur Steigerung der gestalterischen Attraktivität öffentlicher Platzflächen
Standort zur Ausbildung einer städtebaulichen Dominante
Erhalt und Ausbau besonderer Blickbeziehungen


