Vorgehensweise
Zur Beantwortung dieser Fragen wurde im Zuge der Erarbeitung des Regionalen Masterplanes eine raumstrukturelle Analyse der Verkehrsader hinsichtlich ihrer historischen Entwicklung sowie ihres funktionalen Wandels vorgenommen. Darüber hinaus wurden diejenigen Merkmale der Straße aufgezeigt, die heute das Verkehrsband raumstrukturell prägen. Des Weiteren wurden geplante Ausbauvorhaben im Zuge der Modernisierung des Ruhrschnellweges in einem Plan zusammenfassend dargestellt. In einem nächsten Schritt erfolgte eine räumliche Einordnung des Entwicklungsbandes innerhalb der zentralen Ost-West Passagen der Metropolregion Ruhr. Die hierin zu Tage tretenden Raumbilder lassen ein jeweils eigenes Profil dieser Entwicklungsachsen erkennen. Die besonderen Eigenschaften des Raumbandes entlang des Ruhrschnellweges gegenüber den anderen Passagen mit weiteren Ost-West Verkehrsadern werden in diesem Kapitel besonders hervorgehoben. Mit der Darstellung zentraler Nutzungsschwerpunkte, einzelner Konzentrationsbereiche und Agglomerationsräume wird der Analyseteil abgeschlossen.
In einem zweiten Arbeitsschritt erfolgte eine Ableitung gestalterischer Zielvorstellungen für die zukünftige Entwicklung des Raumbandes durch die Benennung eines Leitmotivs. Für eine räumliche Neubestimmung des Stadtraumes entlang des Ruhrschnellweges wurden unterschiedliche Sequenzen definiert. Für deren Profilierung wurden mit den Leitlinien jeweils eigene Planungsgrundsätze und Anforderungen mit dem Ziel entwickelt, das regionale Bild entlang der Verkehrsader zu schärfen. Darüber hinaus wurden innerhalb des Raumbandes einzelne Standorte – so genannte „RegioPOLE“ – identifiziert, mit denen der regionale Profilbildungs- und Entwicklungsprozess forciert, Wert setzend geschärft und vor allem sinnlich erfahr bar gemacht werden kann. Zur stadträumlichen Gestaltung dieser Standorte wurden mit dem Kapitel „Systembaukasten“ einzelne Prinzipien für einen typologischen Umgang verschiedener Lagesituationen vorgestellt.
Die mit den Leitlinien aufgestellten Chancen und Potenziale zur Profilierung der regionalen Passage werden anhand der räumlichen Ausbildung einzelner RegioPOLE exemplarisch veranschaulicht. Wesentliche Projekte und Maßnahmen zur Entwicklung der RegioPOLE werden zunächst aufgrund ihrer regionalen Relevanz im Zuge der weiteren Entwicklung einzelne Kategorien zugeordnet und anschließend in einer tabellarischen Übersicht zusammenführend dargestellt. Im abschließenden Kapitel werden Schritte zum weiteren Vorgehen vorgestellt. Diese beinhalten sowohl Strukturen eines Prozessmanagements wie auch Instrumente zur Qualitätssicherung regionaler Aktivitäten.
Im Rahmen der Erstellung galt es, den Masterplan mit der Erarbeitung weiterer Planwerke abzustimmen. Dies beinhaltet zum einen die Entwicklung des Gestalthandbuches A40|B1 für die Gestaltung der ingenieurtechnisch notwendigen Bauelemente des Verkehrsraumes. Zum anderen werden stadtplanerische Aspekte aus dem künstlerischen Prozess „B1|A40 - Die Schönheit der großen Straße“ im Rahmen der Programmentwicklung zum Kulturhauptstadtjahr 2010 mit berücksichtigt. Der „Regionale Masterplan“ verfolgt – anders als die anderen bearbeiteten Planwerke – vornehmlich langfristige Strategien und Projekte der Stadt- und Regionalentwicklung mit dem Ziel, eine Neubestimmung regionaler Stadträume und eine stärkere Vernetzung mit dem Umfeld dauerhaft herbeizuführen.
