Typologien zur räumlichen Gestaltung

Neben der Bestimmung funktionaler Gesichtspunkte zur Gestaltung des Raumbandes gilt es, mit dem Regionalen Masterplan im Rahmen zukünftiger Entwicklungsaktivitäten das regionale Profil der Metropolregion Ruhr zu stärken und die Raumstruktur entlang des Ruhrschnellweges sinnlich erfahrbar zu machen.

Im Fokus steht die Verbesserung der Orientierung innerhalb des 75 Kilometer langen Streckenabschnittes. Darüber hinaus ist es Ziel, die Adresswirkung einzelner Lagen, insbesondere von Standorten deren Bedeutung für den Wandel des Ruhrgebietes kennzeichnend ist, zu stärken.

Die Schaufensterfunktion ist eng verbunden mit der Bildung stadträumlicher Qualitäten. Zur Förderung des an dem Ruhrschnellweg vermittelten Bildes der Region Ruhr werden mit dem Masterplan verschiedene Typologien zur räumlichen Gestaltung des angrenzenden Stadtraumes aufgezeigt. Die Wahrnehmbarkeit angrenzender Standorte wird maßgeblich durch die Geometrie des Straßenverlaufes beeinflusst. Je nach Krümmung der Fahrbahntrasse wird der Blick direkt auf die angrenzenden Stadtlagen gelenkt. Im Zuge der Verbesserung der Raumqualität spielen diese „Zonen erhöhter Wahrnehmung“ eine übergeordnete Rolle. In diesen Lagen werden im Rahmen ihrer Entwicklung erhöhte Anforderungen an die Gestaltung des Stadtraumes gestellt. Für folgende räumliche Situationen wurden exemplarisch Typologien entwickelt:

Standorte an geraden Strecken • Einen besonderen Umgang im Städtebau zur Verbesserung der Wahrnehmbarkeit einzelner Standorte erfordern Randlagen parallel zur Fahrbahn.

Standorte in Kurvenlagen • In Kurvenlagen lassen sich Standorte aufgrund der erhöhten Wahrnehmbarkeit in den Bereichen der Außenkurve identifizieren, die zur Adressbildung besonderen städtebaulichen Gestaltungsraum bieten.

Standorte in besonderen Lagen • In einzelnen Lagen wird der Blick aus beiden Fahrtrichtungen heraus auf Standorte fokussiert, deren Wahrnehmbarkeit durch die Lage im inneren Kurvenbereich eher gering ist.