Städtebauliche Integration

Verbesserung des Lärmschutzes an Gebäuden entlang der A40 | B1

Bei der Gestaltung von Fassaden sollten lärmschutztechnische Aspekte stärker berücksichtigt werden. Der Einsatz von hoch absorbierenden Fassadenelementen für Gebäude an der A40|B1 sollte gefördert werden. Beispielrechnungen haben ergeben, dass dadurch ein Lärmminderungspotenzial von circa 2 dB(A) erreicht werden kann.

In Ergänzung zu bestehenden, aber derzeit in ihrer Wirkung nicht ausreichenden Lärmschutzwänden der A40|B1 ist durch Praxisprojekte zu erkunden, ob mit hoch absorbierenden Fassadenverkleidungen an den angrenzenden Gebäuden die Lärmsituation verbessert werden kann.

Gebäuderiegel als städtebaulicher Lärmschutz

Zukünftig könnten Gebäude oder Gebäuderiegel Lärmschutzwände ersetzen. Die Gebäude dienen dann als städtebaulicher Lärmschutz. Neue Baugebiete an der A40|B1 sollten daher grundsätzlich so geplant werden, dass gewerblich genutzte Bereiche als geschlossene Gebäuderiegel zur A40|B1 ausgeformt werden. Dadurch kann der Lärmschutz für die dahinter liegende Bebauung weiter verbessert werden. Hoch absorbierende Materialien für die Fassaden der Riegelgebäude sind baurechtlich festzusetzen. Solche Konzepte könnten in Zukunft einfacher umgesetzt werden, wenn im Vorfeld Fragen der Trägerschaft geklärt werden.

Insgesamt zeigen die Beispiele, dass durch eine, stärkere Verzahnung von Verkehrs- und Stadtplanung Synergien erzeugt werden können und sich neue Potenziale zur Verbesserung des Lärmschutzes für Mensch und Natur ergeben. Die Rahmenbedingungen für eine zwischen städtebaulichen und verkehrlichen Aspekten abgestimmte Planung sollten daher verbessert werden.

Architektur im Sichtfeld der Straße

Bei der Erarbeitung der Gestaltungsregeln für den Verkehrsraum A40|B1 wurde darauf geachtet, dass die Gestaltung sich auf den angrenzenden Stadtraum bezieht. Die Straße nimmt sich in ihrem Erscheinungsbild zurück, damit der Stadtraum wirken kann. Daher ist es wichtig, dass an den vom Regionalen Masterplan A40|B1 benannten Stellen neue Architekturen entstehen, die sich mit ihren Fassaden zur A40|B1 öffnen und ein Bild der Metropolregion Ruhr entstehen lassen. Neben Büro, Forschung und Dienstleistung können auch gewerbliche Nutzer in den Qualifizierungsprozess eingebunden werden: Für die geplante Erweiterung eines Möbelhauses in Unna wurde im Rahmen des Gestalthandbuchs A40|B1 eine erste Prinzipskizze für den Dialog zwischen Eigentümer und Stadtverwaltung erarbeitet. Für die straßenseitige Fassade wurden Vorschläge für eine einfache Umgestaltung gemacht, so dass Gebäude und Straße nach dem Umbau eine Einheit bilden. Die Allee öffnet sich und gibt den Blick auf das Gebäude frei.

Beispiele

  • Bestandsqualifizierung durch die gestalterische Aufwertung rückwärtiger Fassaden
  • Lärmminderung durch die Verwendung von hoch absorbierenden Materialien zur Fassadengestaltung