RegioPOL Dortmund: Stadtkrone Ost
- Stadtkrone Ost + Grünes Stadttor
- Urbane Sequenz mit regionaler Strahlkraft
Lage + Profil
Das Entwicklungsareal Stadtkrone Ost befindet sich innerhalb der urbanen Sequenz der Dortmunder Stadtdurchfahrt östlich des Kreuzungspunktes mit der B 236. Besonders charakteristisch für den Dortmunder Boulevard-Abschnitt ist die imposante Allee entlang des Ruhrschnellweges. Der Eindruck des Verkehrsbandes als innerstädtische Straße wird zudem unterstützt durch die im Mittelstreifen verlaufende Stadtbahntrasse mit ihren Haltestellen. Als östlicher Einfahrtsbereich der Stadt Dortmund bildet der dargestellte Abschnitt im Osten mit dem Grünzug entlang des Hauptfriedhofs sowie dem südlichen Landschaftsraum das „Grüne Stadttor“ aus. Unterstützt wird der Eindruck durch den im Norden an den Ruhrschnellweg angrenzenden Waldbereich auf Höhe des Friedhofes.
Der Standort ist zur Entwicklung des Dortmunder Dienstleistungssektors ausgewiesen. Die Flächen im nördlichen Bereich sind als Standort des „Autozentrums“ vorgehalten. Prägnantes Kennzeichen des Areals Stadtkrone Ost ist das architektonisch hochwertige Gebäude der ADAC-Hauptverwaltung. Die ebene, eher leicht erhöhte, topografische Lage der Straße ermöglicht gute Blickbeziehungen zum angrenzenden Stadtraum. Obwohl die Geometrie des Trassenverlaufes in diesem Abschnitt geradlinig angelegt wurde, ist die Stadtstruktur aufgrund der Nähe zur Straßentrasse bewusst wahrzunehmen, wie derzeit mit dem ADAC-Gebäude sehr gut veranschaulicht wird. Östlich dazu befindet sich mit dem Gelände der ehemaligen Kaserne ein weiterer Standort zur Entwicklung des Gewerbe und Dienstleitungssektors.
In dem dargestellten Streckenabschnitt ist gegenwärtig die Trasse schon 6-streifig vorhanden. Für die Umwidmung der Bundesstraße zur Autobahn ist jedoch ein Umbau durch die Verbreiterung der Trasse um jeweils einen Fahrstreifen erforderlich. Daher ist die Kreuzungssituation mit der Stadtbahntrasse aufzuheben. Im Kreuzungsbereich ist die Verlagerung der Stadtbahntrasse in den Untergrund geplant. Dafür ist die Anlage eines Tunnelbauwerkes notwendig. Im Rahmen des Autobahnausbaus ist zu prüfen, inwieweit die Allee zu erhalten ist. Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass die projektierte Erweiterung der Stadtbahntrasse zur Anbindung des Dortmunder Flughafens in einer parallel zur B1 im Norden geführten Strecke einzubeziehen ist.
Anforderungen an die zukünftige Entwicklung
- Prioritäres Ziel im Rahmen der Entwicklung dieser urbanen Sequenz ist es, den Eintrittsbereich als repräsentativen Eingang zur Stadt Dortmund auszubilden. Das Gebäude des ADACs bildet hierzu den Auftakt für die Entwicklung einer qualitativ hochwertig gestalteten Raumkante und verdeutlicht auf seine Weise, wie damit zur Stärkung der Adresswirkung des Standortes Stadtkrone beigetragen werden kann.
- Als weiteres Leitziel wird innerhalb dieses Abschnittes die Verbesserung der Erlebbarkeit der Stadtlandschaft verfolgt. Gegenüber dem baulich gefassten Eingang soll der östliche Bereich als „Grünes Tor“ ausgebildet werden. Hierfür sind die Blickbeziehungen zum Landschaftsraum im Süden aufrechtzuhalten.
- Wichtige Maßnahmen sind die Sicherung der Allee im Zuge der Umbaumaßnahmen sowie die Ausbildung einer städtebaulich hochwertigen Raumkante als Tor zur Stadt Dortmund. Sollte die Allee nicht zu halten sein, ist sie neu anzupflanzen, um den Raumcharakter zukünftig wiederherzustellen.
- Im Zuge der Verbreiterung der Fahrstreifen wird die Waldfläche angegriffen. Hierdurch ergibt sich neuer Gestaltungsbedarf zur Ausbildung der Raumkante. Möglichkeiten werden in der Ausweitung der Allee gesehen.
- Im Rahmen der Konversion des ehemaligen Kasernengeländes gilt es, die Randbereiche als Eingangsbereich zu qualifizieren und als „Grünes Tor“ auszubilden.
Legende
Nutzungen
Bereich der Innenstadt
Siedlungsflächen
Gewerbeflächen
Landschaftsflächen
Grünanlagen
Gewässerflächen
regional bedeutende Gewässerflächen
regionaler Grünzug
quartiersinterne Grünwegeverbindung
Mobilität
Bundesautobahnnetz
Trassenführung in Troglage
Trassenführung in Tunnellage
Erschließungssystem / Hauptstraßennetz
Bahnnetz (parallel zur A40|B1)
Streckennetz des ÖPNV im Mittelstreifen der A40|B1
Regionalbahnhof
Fußgängerüberführung
ÖPNV-Haltestelle im Mittelstreifen der A40|B1
Brückenbauwerk an der A40|B1
Randgestaltung
Grüner Saum • Fläche zur Gestaltung der Randbereiche
Streckenabschnitt zur Qualifizierung der Allee
Streckenabschnitt mit dichter Vegetaton
Streckenabschnitt zum Schutz vor Schallemissionen vor lärmsensiblem Bereich
Streckenabschnitt, der Blickbeziehungen in den Landschaftsraum ermöglicht, die Autobahn jedoch abschirmt
Streckenabschnitt mit Wallanlage als Schutz vor Lärmemissionen
Streckenabschnitt mit transparentem Lärmschutz
dominant wahrzunehmendes Gebäude
Standorte der Hochspannungsmasten von Fernleitungstrassen
Entwicklungsflächen
prioritäres Entwicklungsfenster
sekundäres Entwicklungsfenster
Eintrittskorridor am Schnittpunkt der A40|B1 mit bedeutenden Cityradialen
Entwicklungsareal zur Sicherung und Ausbau des Gewerbesektors
Entwicklungsfläche mit besonderen Anforderungen an die Gestaltung der Raumkanten
Entwicklungsbereich zur langfristigen bzw. sukzessiven Umnutzung
Bereich zur Steigerung der gestalterischen Attraktivität öffentlicher Platzflächen
Standort zur Ausbildung einer städtebaulichen Dominante
Erhalt und Ausbau besonderer Blickbeziehungen


