MÜLHEIM AN DER RUHR, RUHR-FENSTER

MÜLHEIM AN DER RUHR: Ruhr-Fenster

  • Landschaftszäsur Ruhrtal + Rhein-Ruhr-Hafen
  • RegioZONE mit regionaler Strahlkraft
Lage + Profil

Der dargestellte Streckenabschnitt befindet sich im Mülheimer Stadtgebiet innerhalb der RegioZONE zwischen den urbanen Sequenzen der Städte Duisburg und Essen. Der Bereich zwischen dem „Spaghetti-Knoten“ Kaiserberg (Verknüpfung der A40 mit der A3) im Westen und dem Rhein-Ruhr-Hafen im Osten wird von der naturräumlich reizvollen Zäsur des Ruhrtals gequert. Aufgrund der landschaftlichen Restriktionen des Raumes ist der Verlauf der Fahrbahn sehr kurvenreich.  Durch den Brückenschlag über die Ruhr führt die Straße in erhöhter Lage durch die Landschaft. Hierdurch werden vielfältige Einblicke in die Auenlandschaft ermöglicht. Darüber hinaus befindet sich in diesem Streckenabschnitt nördlich des Hafens die Anschlussstelle „Mülheim Styrum“ als westliche Erschließung zur Anbindung der Mülheimer Innenstadt.

Auch wenn der Rhein-Ruhr-Hafen  in einiger Distanz zur Fahrbahn gelegen ist, bilden die zylindrischen Silogebäude der Malzfabrik eine von Weitem sichtbare Landmarke, die zur Strukturierung des Raumbandes und für eine Orientierung entlang der Verbindungsader förderlich ist. Mit der Fläche nördlich der Anschlussstelle „Kreuz Kaiserberg“ unmittelbar an dem Schifffahrtskanal bietet sich die Möglichkeit zur Entwicklung eines neuen Standortes. Als Nutzung ist die Errichtung eines Autohofs auf Duisburger Stadtgebiet projektiert, da im Zuge der Modernisierung des Ruhrschnellweges eine Reihe von Tank- und Rastanlagen, die derzeit unmittelbar an der Verkehrstrasse liegen, durch den sechsstreifigen Ausbau wegfallen. Für die westliche Erschließung wäre der Standort daher die erste Raststation vor dem Rhein-Ruhr-Zentrum an der Grenze der Städte Mülheim an der Ruhr und Essen.

Anforderungen an die zukünftige Entwicklung

Im Rahmen der räumlichen Entwicklung bietet sich in diesem Streckenabschnitt das Potenzial die Erlebbarkeit der naturräumlichen Zäsur des Ruhrtals als eines der drei großen Flusstaler, die das Raumband gliedern, zu verbessern.

  • Im Zuge der Modernisierung des Ruhrschnellweges gilt es, den Blick in den Landschaftraum des Ruhrtals freizuhalten. Darüber hinaus vermag eine gestalterische Inszenierung der Auenlandschaft mittels künstlerischer Interventionen dazu beitragen, eine zusätzliche Aufwertung des Raumes zu erzeugen.
  • Erhalt der Blickbeziehungen zum Standort des Rhein-Ruhr-Hafens. Eine Inszenierung der Malzfabrik durch Illumination ihrer Silogebäude bietet darüber hinaus die Chance, eine Identität stiftende Wirkung des Ortes auch bei Nacht herbeizuführen.
  • Im Rahmen der Ausbildung zentraler Eintrittsbereiche gilt es, die Anschlussstelle „Mülheim Styrum“ als westlichen Eintrittsbereich auszubilden. Damit verbindet sich eine Aufwertung des Stadt- und Verkehrsraumes als Visitenkarte der Stadt Mülheim an der Ruhr. Mit der Illumination des Brückenbauwerkes an der Anschlussstelle bietet sich die Möglichkeit, den Bereich als Entrèe auszubilden. Um der Bedeutung als Stadteingang gerecht zu werden und die Verkehrsverteilung in Mülheim Styrum zu verbessern, ist der Ausbau der Anschlussstelle zu einem Vollknoten notwendig.

Legende

Nutzungen

Bereich der Innenstadt

Siedlungsflächen

Gewerbeflächen

Landschaftsflächen

Grünanlagen

Gewässerflächen

regional bedeutende Gewässerflächen

regionaler Grünzug

quartiersinterne Grünwegeverbindung

Mobilität

Bundesautobahnnetz

Trassenführung in Troglage

Trassenführung in Tunnellage

Erschließungssystem / Hauptstraßennetz

Bahnnetz (parallel zur A40|B1)

Streckennetz des ÖPNV im Mittelstreifen der A40|B1

Regionalbahnhof

Fußgängerüberführung

ÖPNV-Haltestelle im Mittelstreifen der A40|B1

Brückenbauwerk an der A40|B1

Randgestaltung

Grüner Saum • Fläche zur Gestaltung der Randbereiche

Streckenabschnitt zur Qualifizierung der Allee

Streckenabschnitt mit dichter Vegetaton

Streckenabschnitt zum Schutz vor Schallemissionen vor lärmsensiblem Bereich

Streckenabschnitt, der Blickbeziehungen in den Landschaftsraum ermöglicht, die Autobahn jedoch abschirmt

Streckenabschnitt mit Wallanlage als Schutz vor Lärmemissionen

Streckenabschnitt mit transparentem Lärmschutz

dominant wahrzunehmendes Gebäude

Standorte der Hochspannungsmasten von Fernleitungstrassen

Entwicklungsflächen

prioritäres Entwicklungsfenster

sekundäres Entwicklungsfenster

Eintrittskorridor am Schnittpunkt der A40|B1 mit bedeutenden Cityradialen

Entwicklungsareal zur Sicherung und Ausbau des Gewerbesektors

Entwicklungsfläche mit besonderen Anforderungen an die Gestaltung der Raumkanten

Entwicklungsbereich zur langfristigen bzw. sukzessiven Umnutzung

Bereich zur Steigerung der gestalterischen Attraktivität öffentlicher Platzflächen

Standort zur Ausbildung einer städtebaulichen Dominante

Erhalt und Ausbau besonderer Blickbeziehungen

Profil

  • Landschaftsprofil
  • Tabellarische Übersicht