RegioPOL Duisburg: Rhein-Fenster
- Landschaftszäsur Rheintal + Buisnesspark • Niederrhein
- Auftaktbereich mit regionaler Strahlkraft
Lage + Profli
Die dargestellte Raumsequenz befindet sich im Duisburger Stadtgebiet innerhalb des westlichen Auftaktbereiches der Verkehrsader. Prägnantestes Element des Verkehrsraumes bildet die lang gestreckte Schrägseilbrücke im Osten, mit der die naturräumlich eindrucksvolle Zäsur des Rheins mit seinen weitläufigen Auenbereichen überspannt wird. Mit ihrer Schrägseil-Konstruktion und den zwei 50 Meter hohen Pylonen bildet die Brücke eine von Weitem aus sichtbare Landmarke und stellt als imposantes Bauwerk das Tor zum Kernraum der Metropolregion Ruhr dar. Westlich der Rhein-Brücke wird der Ruhrschnellweg durch eine ehemalige Schleife des Rheins geführt, deren weiträumiges Gebiet überwiegend landschaftlich geprägt ist – nur in wenigen Bereichen – entlang des Rheins - grenzt die Siedlungsstruktur an das Verkehrsband an. Im südlichen Bereich der Rheinschleife befindet sich der Standort des „Buisnessparks Niederrhein“– der mit seinen künstlerisch gestalteten Parkanlagen eine hochwertige Adresse für den tertiären Wirtschaftssektor ausbildet.
Der Straßenverlauf in diesem Streckenabschnitt weist mehrere Krümmungen auf. Dadurch, dass die Straße leicht erhöht gegenüber der Tallage der Rheinschleife liegt, sind Blickbezüge in den Landschaftraum gut herzustellen, wären die Randbereiche des Ruhrschnellweges nicht durch dichte Vegetation des Straßenbegleitgrüns geschlossen gehalten.
Anforderungen an die zukünftige Entwicklung
Im Rahmen der räumlichen Entwicklung dieses Streckenabschnittes bietet sich das Potenzial, die Erlebbarkeit der attraktiven Landschaftsräume innerhalb der Auftaktbereiche zu verbessern. Dazu werden folgende Aktionen im Zuge der Durchführung notwendiger Unterhaltungsmaßnahmen vorgestellt
- Im Zuge der Modernisierung des Ruhrschnellweges gilt es, den Blick auf den Rhein und das Rheintal freizuhalten. Dazu gilt es, im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen die Konstruktion der Geländer nicht zu verschließen. Des Weiteren bietet eine Inszenierung der Brückenkonstruktion mittels Illumination die Chance, eine Identität stiftende Wirkung des Bauwerkes auch bei Nacht herbeizuführen.
- Eine Öffnung von Blickbeziehungen in die Umgebung ist zu dem Zweck vorgeschlagen, die Wahrnehmbarkeit der Landschaftsräume zu fördern. Um die Einsehbarkeit des Landschaftraumes von dem Ruhrschnellweg zu ermöglichen, aber dennoch Blickbezüge aus den Landschaftsräumen auf die Verkehrsader abzuschirmen, wird die Errichtung von keilförmig aufgefächerten Wallanlagen vorgeschlagen. Diese ermöglichen durch die diagonale Anordnung Einblicke von der Fahrbahn aus in die Umgebung jedoch werden Blickbeziehungen aus dem Landschaftraum vermieden.
Legende
Nutzungen
Bereich der Innenstadt
Siedlungsflächen
Gewerbeflächen
Landschaftsflächen
Grünanlagen
Gewässerflächen
regional bedeutende Gewässerflächen
regionaler Grünzug
quartiersinterne Grünwegeverbindung
Mobilität
Bundesautobahnnetz
Trassenführung in Troglage
Trassenführung in Tunnellage
Erschließungssystem / Hauptstraßennetz
Bahnnetz (parallel zur A40|B1)
Streckennetz des ÖPNV im Mittelstreifen der A40|B1
Regionalbahnhof
Fußgängerüberführung
ÖPNV-Haltestelle im Mittelstreifen der A40|B1
Brückenbauwerk an der A40|B1
Randgestaltung
Grüner Saum • Fläche zur Gestaltung der Randbereiche
Streckenabschnitt zur Qualifizierung der Allee
Streckenabschnitt mit dichter Vegetaton
Streckenabschnitt zum Schutz vor Schallemissionen vor lärmsensiblem Bereich
Streckenabschnitt, der Blickbeziehungen in den Landschaftsraum ermöglicht, die Autobahn jedoch abschirmt
Streckenabschnitt mit Wallanlage als Schutz vor Lärmemissionen
Streckenabschnitt mit transparentem Lärmschutz
dominant wahrzunehmendes Gebäude
Standorte der Hochspannungsmasten von Fernleitungstrassen
Entwicklungsflächen
prioritäres Entwicklungsfenster
sekundäres Entwicklungsfenster
Eintrittskorridor am Schnittpunkt der A40|B1 mit bedeutenden Cityradialen
Entwicklungsareal zur Sicherung und Ausbau des Gewerbesektors
Entwicklungsfläche mit besonderen Anforderungen an die Gestaltung der Raumkanten
Entwicklungsbereich zur langfristigen bzw. sukzessiven Umnutzung
Bereich zur Steigerung der gestalterischen Attraktivität öffentlicher Platzflächen
Standort zur Ausbildung einer städtebaulichen Dominante
Erhalt und Ausbau besonderer Blickbeziehungen


