Solimare, Moers

RegioPOL Moers: SOLIMARE

  • Inszenierung Stadtlandschaft + Freizeitschwerpunkt • Solimare
  • Auftaktbereich mit lokaler Strahlkraft
Lage + Profil

Der dargestellte Streckenabschnitt befindet sich innerhalb der Durchfahrt der Stadt Moers östlich des Autobahnkreuzes mit der Autobahn A57. Mit ihm wird der Auftaktbereich zum Kernraum der Metropolregion Ruhr gebildet. Die „Garten- und Festivalstadt“ Moers wird durch zwei Anschlussstellen erschlossen. Parallel zur Fahrbahn des Ruhrschnellweges verläuft im Norden die Venloer Straße, die früher die zentrale Verbindungsader zur Anbindung der Niederlande bildete.
Der Charakter dieses Streckenabschnittes südlich der Fahrbahn ist überwiegend durch weite Landschaftsräume geprägt, jedoch werden durch die bestehenden Lärmschutzwände Blickbezüge in den Raum verhindert. Aufgrund der räumlichen Distanz der bestehenden Stadtstruktur zum Ruhrschnellweg, ist die Stadt Moers von der Fahrbahn nicht wahrzunehmen.

An der Anschlussstelle „Moers“ befindet sich mit der Krefelder Straße eine der Stadtradialen zur Anbindung des Moerser Zentrums mit der historischen Altstadt und dem als Museum umgenutzten Schloss. An dieses grenzt der Schlosspark mit seinen historischen Wall- und Grabenanlagen. Zusammen mit dem für zahlreiche Festivals genutzten Freizeitpark bildet dieser Bereich einen Verbund parkähnlicher Grünräume parallel zur Krefelder Straße. Innerhalb dieses Grünzuges, in dem der Moersbach entlang fließt, werden eine Reihe von Freizeiteinrichtungen räumlich gebündelt: Das Freizeitbad „Solimare“ mit der Eishalle, das Naturbad „Bettenkamper Meer“, der Freizeit- und Veranstaltungspark, in dem jährlich das „Moers Festival‘ stattfindet, mehrere Freizeit- und Trendsportanlagen sowie ein Streichelzoo.

Der gerade Streckenverlauf innerhalb des Abschnittes der Stadt Moers erweist sich als wenig förderlich zur Verbesserung der Wahrnehmbarkeit angrenzender Stadtlagen. Mit der geplanten Erweiterung des Freizeitschwerpunktes „Solimare“ und der Verlagerung einzelner Sporteinrichtungen an diesen Standort bestehen jedoch Chancen zur räumlichen Entwicklung innerhalb des Streckenabschnittes. Die Konzentration der Einrichtungen an einen Ort bietet den Vorteil, Synergieeffekte zu optimieren. Darüber hinaus bieten die Flächen südlich des Ruhrschnellweges das Potenzial weitere Freizeitangebote entlang der Filder Straße zur Profilierung des räumlichen Nutzungsschwerpunktes anzusiedeln.

Anforderungen an die zukünftige Entwicklung

Im Zuge zukünftiger Entwicklungen bietet sich innerhalb dieses Gebietes das Potenzial, die Erlebbarkeit des Landschaftsraumes zu fördern, zu dem Zweck, die Qualitäten der Stadt Moers als Garten- und Festivalstadt symbolhaft zu veranschaulichen. Darüber hinaus bietet sich mit den projektierten Entwicklungen an dem Areal „Solimare“ die Chance, der Stadt Moers ein bauliches Gesicht an dem Verkehrsband zu geben. Im Zuge anstehender Sanierungs- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen oder Entwicklungsaktivitäten am Ruhrschnellweg werden folgende Potenziale zur Profilierung des Raumbandes gesehen:

  • Eine Öffnung von Blickbeziehungen in die Umgebung wird zu dem Zweck vorgeschlagen, die Wahrnehmbarkeit der Landschaftsräume zu fördern. Dazu wird angeregt, insbesondere die Sichtbezüge in die südlichen Bereiche herzustellen. Jedoch gilt es, einzelne Wohnlagen in diesem Bereich vor Emissionen durch den Verkehr zu schützen.
  • Mit der Konzentration von Freizeiteinrichtungen an dem Standort „Solimare“ besteht das Potenzial, im Rahmen der Errichtung neuer Bauwerke eine markante Raumkante entlang der Filder Straße auszubilden. Zur Förderung der Erlebbarkeit einzelner Standorte ließe sich im Rahmen der Erneuerung bestehender Lärmschutzanlagen – beispielsweise durch den Ersatz transparenter Lärmschutzwände - die Sicht auf den Standort verbessern. Mittels künstlerischer Intervention – wie der Errichtung einer hohen Landmarke – wäre darüber hinaus eine Förderung der Identität stiftenden Wirkung zu erzielen.
  • Im Rahmen der Ausbildung zentraler Eintrittsbereiche gilt es, die Anschlussstellen „Moers“ sowie „Moers-Zentrum“ als repräsentative Zufahrtsstraßen auszubilden. Damit verbindet sich eine räumliche Aufwertung der Stadtradialen als Visitenkarten der Stadt Moers.

Legende

Nutzungen

Bereich der Innenstadt

Siedlungsflächen

Gewerbeflächen

Landschaftsflächen

Grünanlagen

Gewässerflächen

regional bedeutende Gewässerflächen

regionaler Grünzug

quartiersinterne Grünwegeverbindung

Mobilität

Bundesautobahnnetz

Trassenführung in Troglage

Trassenführung in Tunnellage

Erschließungssystem / Hauptstraßennetz

Bahnnetz (parallel zur A40|B1)

Streckennetz des ÖPNV im Mittelstreifen der A40|B1

Regionalbahnhof

Fußgängerüberführung

ÖPNV-Haltestelle im Mittelstreifen der A40|B1

Brückenbauwerk an der A40|B1

Randgestaltung

Grüner Saum • Fläche zur Gestaltung der Randbereiche

Streckenabschnitt zur Qualifizierung der Allee

Streckenabschnitt mit dichter Vegetaton

Streckenabschnitt zum Schutz vor Schallemissionen vor lärmsensiblem Bereich

Streckenabschnitt, der Blickbeziehungen in den Landschaftsraum ermöglicht, die Autobahn jedoch abschirmt

Streckenabschnitt mit Wallanlage als Schutz vor Lärmemissionen

Streckenabschnitt mit transparentem Lärmschutz

dominant wahrzunehmendes Gebäude

Standorte der Hochspannungsmasten von Fernleitungstrassen

Entwicklungsflächen

prioritäres Entwicklungsfenster

sekundäres Entwicklungsfenster

Eintrittskorridor am Schnittpunkt der A40|B1 mit bedeutenden Cityradialen

Entwicklungsareal zur Sicherung und Ausbau des Gewerbesektors

Entwicklungsfläche mit besonderen Anforderungen an die Gestaltung der Raumkanten

Entwicklungsbereich zur langfristigen bzw. sukzessiven Umnutzung

Bereich zur Steigerung der gestalterischen Attraktivität öffentlicher Platzflächen

Standort zur Ausbildung einer städtebaulichen Dominante

Erhalt und Ausbau besonderer Blickbeziehungen

Profil

  • Landschaftsprofil
  • Tabellarische Übersicht