Leitmotiv zur räumlichen Entwicklung des Mobilitätsbandes im Zuge der Modernisierung des Ruhrschnellweges
Der Ruhrschnellweg bildet die zentrale Verkehrsachse der Metropolregion Ruhr. Sie verbindet nicht nur deren wesentliche Kernzentren sondern das Band weist eine Vielzahl neuer Standorte auf, an denen der Strukturwandel des Ruhrgebietes ablesbar und die Vielfalt der Region veranschaulicht werden.
Die große Straße führt durch einen der dichtesten Ballungsräume Europas. Dadurch dass die Trasse schon während des autobahngerechten Ausbaus durch die bestehende Stadtstruktur geplant worden ist, zeichnet sich der Ruhrschnellweg gegenüber anderen Autobahnen durch eine ganze Reihe besonderer Charakteristika aus:
• Prägend für den Charakter des Ruhrschnellweges sind die räumlichen Streckenabschnitte, in denen die Straße unmittelbar durch innerstädtische Sequenzen geführt wird, wie beispielsweise im Dortmunder Stadtgebiet. In diesen Bereichen grenzt die Stadtstruktur unmittelbar an das Verkehrsband an und ist für den Verkehrsteilnehmer direkt wahrnehmbar.
• Aufgrund der hohen Vernetzungsfunktion weist der Ruhrschnellweg eine der höchsten Dichten an Anschlussstellen auf – meist nur wenige 100 Meter voneinander entfernt.
• Aufgrund der Enge innerhalb der Siedlungsstruktur ist die Straße aufwendiger konstruiert worden, wie die Vielzahl ingenieurtechnisch notwendiger Bauwerke wie beispielsweise Brücken, Hochstraßen, Rampen- und Tunnelanlagen ebenso wie Schallschutzwände veranschaulichen.
Durch die beschriebenen Charakteristika sowie die starke Einsehbarkeit der Stadtstruktur erweist sich der Ruhrschnellweg eher als innerstädtische Straße denn als Überlandautobahn. Durch diese Besonderheiten wird der Ruhrschnellweg gegenüber anderen Autobahnen der Region hervorgehoben. Im Zuge der anstehenden Entwicklungen gilt es, diese Kennzeichen, die den Ruhrschnellweg als innerstädtische Straße klassifizieren, in Wert zu setzen und sein Profil als Stadtautobahn der Region zu schärfen.








