RegioPOL Bochum: Kornharpener Feld
- Einkaufszentrum • Ruhrpark
- Gewerbegebiet • Kornharpener Feld
- RegioZONE mit lokaler Strahlkraft
Lage + Profil
Die Raumsequenz „Kornharpener Feld“ liegt innerhalb einer RegioZONE zwischen den urbanen Sequenzen der Städte Bochum und Dortmund. Der Bereich bildet die östliche Zufahrt zum Bochumer Stadtring und liegt am Verkehrsknotenpunkt mit der A43. Östlich davon befindet sich das Einkaufszentrum „Ruhrpark“, das über die Anschlussstelle „Bochum Werne“ erschlossen wird. Mit der Neuansiedlung eines Gartencenters nordwestlich der Anschlussstelle ist mit dem gläsernen Gewächshaus ein markanter Stadtbaustein am Ruhrschnellweg entstanden.
Nordwestlich des Autobahnkreuzes befindet sich der Agglomerationsstandort „Harpener Feld“ – bestehend aus Einrichtungen des großflächigen Einzelhandels sowie des produzierendes Gewerbe. Südlich hierzu hat sich entlang des Ruhrschnellweges ebenfalls ein gewerblich genutzter Standort entwickelt, der als räumliches Band zwischen dem Autobahnkreuz und der Anschlussstelle „Bochum Harpen“ die Fahrbahn flankiert. Östlich schließt das Verwaltungsgebäude des Straßenbaulastträgers „Straßen.NRW“ an. Das hohe Gebäude mit seinem kürzlich fertig gestellten Anbau ist eine von weitem sichtbare Dominante im Stadtraum.
Anforderungen an die zukünftige Entwicklung
Im Rahmen künftiger Entwicklungsaktivitäten bietet sich mit dem Ausbau des Ruhrschnellweges an, durch die Neugestaltung der Randbereiche das räumliche Profil der Sequenz zu stärken.
- Die Flächen südlich des Harpener Hellweges bilden einen Standort zur Entwicklung eines neuen Büro- und Gewerbeparks. Dieser liegt jedoch in zweiter Reihe hinter dem gewerblich genutzten Band am Ruhrschnellweg, so dass erst langfristig eine Adressbildung unmittelbar an der großen Straße erfolgen kann. Im Zuge eines sukzessiven Transformationsprozesses bietet sich mit dem südlichen Raumband die Möglichkeit, eine bauliche Stadtkante auszubilden. Für das zur Entwicklung stehende Areal bietet sich mit den nördlichen Flächen entlang des Harpener Hellweges die Chance, eine stadträumlich qualitätvolle Raumkante zu errichten.
- Im Rahmen der Qualifizierung der Einzelhandelslagen – hier des „Ruhrparks“ oder des Bereiches „Harpener Feld‘ – gilt es, eine Aufwerung des Umfeldes durch eine qualitativ hochwertige Gestaltung der Fassaden sowie der Freiraumanlagen zu erreichen. Da jedoch viele dieser Standorte ihre Rückseiten zur Fahrbahn ausgebildet haben, ist es nicht Ziel der Randgestaltung, Blickbeziehungen zu diesen Rückseiten herzustellen. Um die Attraktivität dieser Standorte entlang des Ruhrschnellweges zu verbessern, bieten sich Maßnahmen zur Qualifizierung der Ränder an. Dies vermag über eine qualitätvolle Gestaltung des Straßenbegleitgrün erfolgen, eines Einpackens durch Bäume. Insbesondere der Bereich westlich des Autobahnkreuzes sollte als Vorfeld zur urbanen Sequenz besonders qualifiziert werden.
- Um die Identität stiftende Wirkung des Verwaltungsgebäudes von „Straßen.NRW“ zu erhalten, sollten die Blickbezüge im Rahmen der Modernisierung des Ruhrschnellweges aufrecht gehalten werden. Eine Inszenierung der Gebäudefront durch Illumination bietet darüber hinaus die Chance, die Wahrnehmbarkeit bei Nacht zu verbessern.
Legende
Nutzungen
Bereich der Innenstadt
Siedlungsflächen
Gewerbeflächen
Landschaftsflächen
Grünanlagen
Gewässerflächen
regional bedeutende Gewässerflächen
regionaler Grünzug
quartiersinterne Grünwegeverbindung
Mobilität
Bundesautobahnnetz
Trassenführung in Troglage
Trassenführung in Tunnellage
Erschließungssystem / Hauptstraßennetz
Bahnnetz (parallel zur A40|B1)
Streckennetz des ÖPNV im Mittelstreifen der A40|B1
Regionalbahnhof
Fußgängerüberführung
ÖPNV-Haltestelle im Mittelstreifen der A40|B1
Brückenbauwerk an der A40|B1
Randgestaltung
Grüner Saum • Fläche zur Gestaltung der Randbereiche
Streckenabschnitt zur Qualifizierung der Allee
Streckenabschnitt mit dichter Vegetaton
Streckenabschnitt zum Schutz vor Schallemissionen vor lärmsensiblem Bereich
Streckenabschnitt, der Blickbeziehungen in den Landschaftsraum ermöglicht, die Autobahn jedoch abschirmt
Streckenabschnitt mit Wallanlage als Schutz vor Lärmemissionen
Streckenabschnitt mit transparentem Lärmschutz
dominant wahrzunehmendes Gebäude
Standorte der Hochspannungsmasten von Fernleitungstrassen
Entwicklungsflächen
prioritäres Entwicklungsfenster
sekundäres Entwicklungsfenster
Eintrittskorridor am Schnittpunkt der A40|B1 mit bedeutenden Cityradialen
Entwicklungsareal zur Sicherung und Ausbau des Gewerbesektors
Entwicklungsfläche mit besonderen Anforderungen an die Gestaltung der Raumkanten
Entwicklungsbereich zur langfristigen bzw. sukzessiven Umnutzung
Bereich zur Steigerung der gestalterischen Attraktivität öffentlicher Platzflächen
Standort zur Ausbildung einer städtebaulichen Dominante
Erhalt und Ausbau besonderer Blickbeziehungen


