RegioPOL Duisburg: Innenhafen
- Duisburger Innenhafen + Landschaftszäsur Ruhrtal
- Urbane Sequenz mit regionaler Strahlkraft
Lage + Profil
Das dargestellte Gebiet kennzeichnet den baulich geprägten Abschnitt in den Kernraum der Metropolregion Ruhr. Der Streckenbereich liegt innerhalb der urbanen Sequenz der Stadt Duisburg. Das Zentrum der Stadt Duisburg wird über die Anschlussstelle „Duisburg Häfen“ erschlossen. Südlich des Ruhrschnellweges befindet sich der Standort des ehemals industriell genutzten Innenhafens, der sich nach seiner Transformation im Rahmen der IBA „Emscher Park“ als Standort mit einem vielfältigen Angebot an Nutzungen – wie Einrichtungen für Kunst, Kultur, Wohnen, Arbeiten und zur Freizeitgestaltung – präsentiert. Nördlich befindet sich unmittelbar in der Nähe des Binnenhafens – als internationaler Warenumschlagplatz der Region Ruhr - das Gewerbegebiet Kaßlerfeld. Parallel zur Verkehrstrasse verläuft die Ruhr mit den Deichanlagen. Am Autobahnkreuz mit der A59 ist die Fahrbahn in unmittelbarer Nähe zur Ruhr geführt.
Im gesamten Streckenabschnitt verläuft die Trasse des Ruhrschnellweges in erhöhter Lage zum angrenzenden Stadtraum. Aufgrund des doppelt gekrümmten Fahrbahnverlaufes werden verschiedene Blickbezüge zu dem angrenzenden Stadtraum ermöglicht. Insbesondere in Höhe der Schwanentor-Brücke rückt die Bebauungsstruktur des Duisburger Innenhafens mit den Speichergebäuden durch den gekrümmten Verlauf der Straße in den Fokus des Blickfeldes.
Anforderungen an die zukünftige Entwicklung
Im Zuge zukünftiger Entwicklungsaktivitäten bietet sich innerhalb des Streckenabschnittes das Potenzial zur Profilierung der urbanen Sequenz durch die Bildung markanter Stadtbausteine entlang des Duisburger Innenhafens. Darüber hinaus bietet sich im nördlichen Bereich die Chance die Erlebbarkeit der landschaftlichen Zäsur des Ruhrtals zu verbessern und damit den Übergang in den Kernraum der Metropolregion zu inszenieren. Hierzu werden folgende Entwicklungsmaßnahmen vorgeschlagen:
- Im Zuge regelmäßiger Unterhaltungsmaßnahmen am Ruhrschnellweg gilt es, den Blick in den Landschaftraum der Ruhr sowie der Deichanlagen im Norden zu ermöglichen, um die regionale Portalwirkung der Sequenz zu fördern. Darüber hinaus vermag die gestalterische Inszenierung der Auenlandschaft mittels künstlerischer Interventionen – wie beispielsweise mit dem Projekt Rheinorange an den Rheinauen aufgezeigt wird – zu einer zusätzlichen Aufwertung des Landschaftsraumes als Naherholungsgebiet beitragen.
- Im Rahmen der Profilierung der Raumkante entlang des Duisburger Innenhafens wird mit der Errichtung des Landesarchivs am Standort der Schwanentor-Brücke ein städtebaulich hochwertig gestaltetes Gebäude errichtet, mit dem ein markanter Stadtbaustein zur Förderung der Identität stiftenden Wirkung des Raumbandes entlang des Ruhrschnellweges entsteht. Darüber hinaus kann mit dem Bau des Eurogates eine weitere Landmarke errichtet zu werden, über die eine Inszenierung des Raumbandes ermöglicht wird.
- Eine Inszenierung der markanten Stadtbausteine durch Illumination bietet darüber hinaus die Chance, eine Identität stiftende Wirkung des Sequenzbereiches auch bei Nacht herbeizuführen. In diesem Rahmen bieten neben den angeführten Gebäuden ebenfalls die Tanklager des Duisburger Hafens Potenzial zur künstlerischen Aufwertung.
- Zur Profilierung der Raumkante in einzelnen Streckenabschnitten der RegioZONE wird im Rahmen zukünftiger Transformationsprozesse innerhalb der bestehenden Gewerbelagen am Duisburger Innenhafen die Ausbildung einer städtebaulich qualitativ gut gestalteten Raumkante vorgeschlagen, mit dem Ziel hochwertige Nutzungen anzuziehen. Mit dem Standort im unmittelbaren Umfeld der Anschlussstelle besteht aufgrund der besonderen Kurvenlage das Potenzial zur Ausbildung eines markanten Stadtbausteins, der vermag, zur Förderung der Orientierungswirkung entlang des Verkehrskorridors beizutragen.
- Im Rahmen der Ausbildung zentraler Eintrittsbereiche gilt es, die Anschlussstelle „Duisburg Häfen“ als zentralen Eintrittsbereich zur Duisburger Innenstadt auszubilden. Damit verbindet sich eine Aufwertung des Stadt- und Verkehrsraumes als Visitenkarte der Stadt Duisburg und als Eintrittsbereich zur Anbindung des Duisburger Innenhafens.
Legende
Nutzungen
Bereich der Innenstadt
Siedlungsflächen
Gewerbeflächen
Landschaftsflächen
Grünanlagen
Gewässerflächen
regional bedeutende Gewässerflächen
regionaler Grünzug
quartiersinterne Grünwegeverbindung
Mobilität
Bundesautobahnnetz
Trassenführung in Troglage
Trassenführung in Tunnellage
Erschließungssystem / Hauptstraßennetz
Bahnnetz (parallel zur A40|B1)
Streckennetz des ÖPNV im Mittelstreifen der A40|B1
Regionalbahnhof
Fußgängerüberführung
ÖPNV-Haltestelle im Mittelstreifen der A40|B1
Brückenbauwerk an der A40|B1
Randgestaltung
Grüner Saum • Fläche zur Gestaltung der Randbereiche
Streckenabschnitt zur Qualifizierung der Allee
Streckenabschnitt mit dichter Vegetaton
Streckenabschnitt zum Schutz vor Schallemissionen vor lärmsensiblem Bereich
Streckenabschnitt, der Blickbeziehungen in den Landschaftsraum ermöglicht, die Autobahn jedoch abschirmt
Streckenabschnitt mit Wallanlage als Schutz vor Lärmemissionen
Streckenabschnitt mit transparentem Lärmschutz
dominant wahrzunehmendes Gebäude
Standorte der Hochspannungsmasten von Fernleitungstrassen
Entwicklungsflächen
prioritäres Entwicklungsfenster
sekundäres Entwicklungsfenster
Eintrittskorridor am Schnittpunkt der A40|B1 mit bedeutenden Cityradialen
Entwicklungsareal zur Sicherung und Ausbau des Gewerbesektors
Entwicklungsfläche mit besonderen Anforderungen an die Gestaltung der Raumkanten
Entwicklungsbereich zur langfristigen bzw. sukzessiven Umnutzung
Bereich zur Steigerung der gestalterischen Attraktivität öffentlicher Platzflächen
Standort zur Ausbildung einer städtebaulichen Dominante
Erhalt und Ausbau besonderer Blickbeziehungen


