Raumwahrnehmung des Autofahrers in der Bewegung

Gestaltungsziele und Gestaltungsprinzipien

Im Regionalen Masterplan A40 | B1 werden städtebauliche Ziele für die A40 | B1 formuliert. So soll die Stadtlandschaft besser zu erleben sein. Die Ein- und Ausfahrten in die Region werden als Auftakte gestaltet. Zusätzlich sollen urbane Sequenzen durch markante Stadtbausteine betont werden, RegioZONEN werden profiliert. Das Gestalthandbuch A40 | B1 greift diese städtebaulichen Ziele auf und konkretisiert sie hinsichtlich des Straßenraumes. Darüber hinaus formuliert das Gestalthandbuch A40 | B1 Ziele auf regionaler und verkehrsplanerischer Ebene.

Städtebauliche und regionalplanerische Ziele

Die A40 | B1 als Bühne der Region erleben

Wiederkehrende Gestaltungselemente sorgen für gestalterische Kontinuität und Geschlossenheit. Gestaltungselemente verorten die Straße in der Region.
Dieses Ziel wird folgendermaßen erreicht:

  • Durchgängige Allee von Moers bis Unna
  • Einheitliches Grundmuster für Lärmschutzwände, Anschlussstellen und Brücken
  • Textelemente an Brücken und Bildmotive an Lärmschutzwänden
Städtische Vielfalt abbilden

Die Gestaltung der A40 | B1 wird im Verhältnis zur jeweils angrenzenden Raumnutzung (Wohnen, Gewerbe, Stadtzentren, besondere Situationen sowie Landschaftsbereiche) differenziert. Die Städte mit ihren Besonderheiten werden an der A40 | B1 sichtbar. Dieses Ziel wird folgendermaßen erreicht:

  • Gestaltung der Lärmschutzwände in Abhängigkeit zu den angrenzenden Stadträumen
  • Unterschiedlich gestaltete Straßenbankette und Böschungen
  • Gestaltung der Mittelstreifen korrespondierend zum Umfeld
Zentrale Bereiche betonen

Stadträumlich wichtige Gebiete wie Zentren oder bedeutende Entwicklungsgebiete am Rand der Kernstädte sollen als repräsentative Orte sichtbar gemacht werden.

  • Transparente Lärmschutzwände
  • Zurückhaltende Gestaltung der Lärmschutzwände
  • Bepflanzung der Mittelstreifen und Straßenbankette mit typischen Parkgehölzen
Zwischenbereiche differenzieren

Zwischenbereiche sind geprägt durch suburbanes Wohnen, kleinteiliges Gewerbe oder Landschaftsräume und verfügen selten über bedeutende bauliche Dominanten. Das Gestalthandbuch A40 | B1 setzt in den einfachen, manchmal monotonen Streckenabschnitten Akzente und differenziert den Straßenraum mit Bezug auf den Stadtraum durch:

  • Abwechslungsreiche Lärmschutzwandgestaltung
  • Abschirmung der weniger repräsentativen Gewerbebereiche
Zugänge inszenieren

Die Anschlussstellen als Schnittstelle der Straße in den Stadtraum sollen für eine bessere Orientierung gestalterisch betont werden:

  • Inszenierung zentraler Anschlussstellen
  • Gestaltung der Autobahnkreuze

Verkehrsplanerische Ziele

Verkehr besser integrieren

Die Konflikte zwischen Wohnbereichen und Verkehrsraum können durch das Gestalt handbuch A40 | B1 nicht grundsätzlich gelöst werden. Es defi niert jedoch Maßnahmen, mit denen diese Probleme visuell entschärft werden können:

  • Begrünung der Anwohnerseiten von Lärmschutzwänden
  • Abpufferung der angrenzenden Wohnbebauung durch intensive Begrünung
  • Entschärfung der Zäsurwirkung der Straße
Orientierung und Verkehrsfluss verbessern

Die A40 | B1 verfügt über viele Anschlussstellen in enger Abfolge. Der Abstand beträgt stellenweise weniger als 1000 m. Diese Dichte ist für den Autofahrer unübersichtlich. Um die Orientierung zu verbessern, steht folgender Gestaltungsansatz zur Verfügung:

  • Frühzeitige farbliche Markierung der Lärmschutzwände an Auf- und Abfahrten
Verkehrssicherheit erhöhen

Visuelle Reize an der Autobahn sorgen dafür, dass die Aufmerksamkeit der Fahrer auf den Straßenraum gelenkt wird:

  • Farbliche Markierung von Unfallschwerpunkten
  • Erhöhung der Konzentration auf den Verkehrsraum durch gut sichtbare Text- und Bildelemente
Grün als psychologischer Lärmschutz

Durch Begrünung und den Erhalt von bepflanzten Bereichen vor lärmsensibler Nutzung soll dazu beigetragen werden, dass die individuelle Wahrnehmung des Lärms als weniger störend empfunden wird:

  • Anwohnerseitige Bepflanzung der Lärmschutzwände und Böschungen
Kostenneutral entwerfen

Die Maßnahmen des Gestalthandbuchs A40 | B1 verursachen keine zusätzlichen Kosten. Alle baulichen Maßnahmen der Grundregeln werden auf der Basis von Standardlösungen und innerhalb der üblichen Budgets umgesetzt.

Raumwahrnehmung

  • Raumwahrnehmung des Autofahrers
  • Raumwahrnehmung des Fußgängers