Entwurfsprinzip: Farbe

Ausbau der Anschlussstelle Moers

In Moers ist der sechsstreifige Ausbau der A57 geplant. Im Zuge dieser Maßnahme wird das Kreuz Moers neu gebaut. Derzeit werden zwei Ausbauvarianten diskutiert. Eine sieht den vollständigen Neubau des Kreuzes vor, bei dem auch die Lärmschutzwände erneuert werden müssten. In der zweiten Variante bleiben die bestehenden Lärmschutzwände erhalten. Nördlich angrenzend wird das Sport- und Freizeitareal Solimare ausgebaut. Der Regionale Masterplan A40|B1 schlägt den Bau eines hohen Aussichtsturms (Landmarke) vor. Ein Entwurf zur Architektur der Landmarke liegt noch nicht vor. Die beispielhafte Streckenabwicklung zeigt, wie die Regeln und Ausführungsbestimmungen des Gestalthandbuches angewandt werden können: Die Fläche der Autobahnpolizei wird durch Alleebäume eingefasst.

Es entsteht eine einfache Platzsituation, die durch eine entsprechende Ausgestaltung der Anlage verstärkt werden kann. Kernziel der Gestaltung ist es, die Lärmschutzwand an den geplanten Aussichtsturm optisch anzupassen. Durch eine transparente Lärmschutzwand wird ein direkter Blick auf die potenzielle Landmarke (zum Beispiel Aussichtsturm mit Nutzung regenerativer Energiequellen) freigegeben. Farbe und Muster der Wand nehmen Bezüge zum Turm auf.

Da die Architektur des Turmes noch nicht feststeht, wurde mit einem Platzhalter (Turm der IBA SEE) gearbeitet, um zu verdeutlichen, wie die Farbe der Wand einen Bezug zur Form und Farbigkeit des späteren Turms herstellen kann. Der beispielhafte Farbentwurf dient der Klärung von Gestaltungsprinzipien und steht so nicht zur Realisierung an. Die funktionale und gestalterische Ausprägung der angedachten Landmarke kann nur vor Ort mit den lokalen Akteuren und zum Beispiel über ein Wettbewerbsverfahren erfolgen. Das dazu notwendige finanzielle Engagement der Stadtbedarf einer Einzelfallbetrachtung und einer politischen Beschlussfassung.