§ 7 Landschaftsfenster

Anwendung

Dieser Baustein wird grundsätzlich in allen Landschaftsbereichen und kreuzenden Grünzügen der A40|B1 angewendet.

In der Ausführung werden drei Situationen unterschieden:

1. Hoch- und Höhengleichlage
2. Straßentieflage
3. In Kurvenlage

 

Hoch- und Höhengleichlage

In Hoch- und Höhengleichlage werden in geraden Streckenabschnitten im Saum vegetative Rippen ausgebildet, die den Blick in die Landschaft lenken und von außen eine geschlossene Kante ergeben.

Maßnahmen
  • Auslichten des Gehölzbestandes
  • Aufbau von Gehölzrippen aus standortgerechten Sträuchern
  • Einsaat von Landschaftsrasen
  • Die gesamte Maßnahme wird unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten durchgeführt.

Straßentieflage

In Straßentieflage wird durch ein Auslichten des Gehölzbestandes im Hintergrund der Allee ein Eindruck von Weite geschaffen, ohne dass die Autobahn aus der Landschaft heraus sichtbar ist. Hier sind die Landschaftsfenster bei gerader Streckenführung mindestens 100 m weit zu öffnen.

Maßnahmen
  • Auslichten und Aufasten des Gehölzbestandes
  • Auslichten des Unterwuches, Breite circa 100 m
  • Flache Brombeerteppiche (Rubus in Sorten) unter Baumgruppen pflanzen
  • Ansaat von Landschaftsrasen in Säumen
  • Die gesamte Maßnahme wird unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten durchgeführt.

In Kurvenlage

Bei Kurvenführung der Strecke kann das Landschaftsfenster – als Öffnung im Gehölzsaum – in der Flucht des Straßenverlaufs deutlich kleiner sein.

Maßnahmen
  • Auslichtung zum Landschaftsfenster, Breite circa 20 m
  • Ansaat von Landschaftsrasen
  • Die gesamte Maßnahme wird unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten durchgeführt.

Anwendungshinweise

  • Prinzipsskizze: Landschaftsfenster
  • Prinzipsskizze: Landschaftsfenster in Kurvenbereichen